Eine Einschulung ist eine teure Sache.
Der Kinderschutzbund Ennepetal hat auch in diesem Jahr in Kooperation mit dem Jobcenter des EN-Kreises eine Ranzenaktion für Familien im Leistungsbezug organisiert. Diese Woche wurden 20 neue Schulranzen-Sets an Familien ausgegeben, die sich per Rückmeldung an der Aktion beteiligten. Der Eigenanteil pro Kind liegt bei 30 Euro je Ranzenset.
Möglich wird die Aktion durch ein Sonderbudget des Kinderschutzbundes, welches den Namen „Bildungsfonds“ trägt. Seit Jahren sammelt der Verein Gelder, die speziell für Bildungsausgaben von Familien bereitgestellt werden, deren finanzielle Möglichkeiten knapp sind. „Dass die Einschulung eines Kindes heute mindestens 300 € verschlingt für Schulranzen, Schultüte und Sportbekleidung, ist für viele nicht mehr machbar“, so das Vorstandsteammitglied Petra Backhoff zur Kostenentwicklung.
Die Kinder sollen durch diese Unterstützung ihren Schulstart so gestaltet bekommen, dass zumindest die materielle Ausstattung gegeben ist und Ausgrenzung möglichst vermieden wird. Gerade Ausgaben im Bildungsbereich werden in den letzten Monaten beim Kinderschutzbund häufig durch Familien beklagt. Die Ranzenverteilung wurde von den Schulsozialarbeiterinnen des Kinderschutzbundes Heike Ueßeler und Celine Kiene durchgeführt, die so bereits Erstklässler kennenlernen durften.

