Jedem Kind eine Mahlzeit

Das Projekt „Jedem Kind eine Mahlzeit“ ist seit Januar 2007 eins der Hauptaufgaben- (und ausgaben-) gebiete des Kinderschutzbundes Ennepetal. Sowohl in den Schulen als auch in den Kindergärten ist der Schutzbund unbürokratisch für jene Essensgelder eingetreten, welche von den Eltern nicht abgedeckt werden konnten.


Die Leitungen der Einrichtungen wurden vom Vorstand regelmäßig kontaktiert. Dabei legte der DKSB großen Wert darauf, dass gerade die Fachkräfte vor Ort (z.B. in den Offenen-Ganztagsschulen) entschieden, ob die Eltern „zur Kasse gebeten wurden“ oder ob der Kinderschutzbund einspringen sollte. So wurde gewährleistet, dass Fachkräfte diese Entscheidung trafen, die die Familien vor Ort persönlich kennen und durch Gespräche Einblick in die jeweiligen Lebensumstände haben.

Mit dem Inkrafttreten des Bildungs- und Teilhabegesetzes haben nunmehr viele dieser Familien die Chance, einen Antrag auf Übernahme eben dieser Kosten bei der Job-Agentur zu stellen.

Dahinter steckt, dass Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringen Einkommen gefördert und unterstützt werden. Sie sollen nicht von Kultur, Sport und Freizeit, Mittagessen, Ausflügen und Klassenfahrten, Schülerfahrkosten und Lernförderung ausgeschlossen sein, nur weil das Geld nicht reicht. Ab sofort können diese Kinder und Jugendlichen z. B. bei Ausflügen und Ferienfreizeiten mitfahren, Sport- und Musikangebote nutzen, bei Bedarf Nachhilfe bekommen oder am gemeinsamen Mittagessen in der Schule, der Kindertageseinrichtung, dem Hort oder bei der Tagesmutter teilnehmen. Siehe hierzu auf der Intenet-Seite der Stadt Ennepetal (http://www.ennepetal.de/Bildungs-und-Teilhabepaket.1761.0.html)


Die aktuellen Bemühungen der Einrichtungen, die betroffene Familien über diese Möglichkeiten aufzuklären und bei der Beantragung der Unterstützung zur Seite zu stehen, wird in absehbarer Zukunft dazu führen, dass ein Teil der Essensgelder über dieses Förderpaket abgedeckt werden.

Aber leider werden noch lange nicht alle Kinder so gefördert, wie es sich der Kinderschutzbund Ennepetal wünscht. Daher haben wir Anfang September 2011 einen Antrag an den Bürgermeister der Stadt, Herrn Wilhelm Wiggenhagen, gesandt. Dieser Antrag soll bewirken, dass in Zukunft auch die hier in der Stadt ansässigen Flüchtlingskinder von der Förderung profitieren sollen.

Solange dies noch nicht der Fall ist und auch noch andere Kinder nicht hinreichend gefördert werden, so lange wird der Kinderschutzbund Ennepetal auch weiterhin für die Essensgelder dieser Kinder unbürokratisch eintreten.